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Autorenlesungen, Lautern liest, Welttag des Buches und des Urheberrechts

Am HSG finden häufig Lesungen prominenter Autorinnen und Autoren von Kinder- und Jugendbüchern statt. Unter anderem sind Gudrun Pausewang, Stefan Gemmel, Harald Kiesel und Jens Schumacher regelmäßig zu Gast. Sie tragen unseren Schülerinnen und Schülern Ausschnitte aus ihren Texten vor und beantworten ihnen Fragen zu ihren Büchern. Somit tragen sie in besonderem Maße dazu bei, Leselust zu wecken und Begeisterung für Literatur zu vermitteln. Eng mit Besuchen der Schriftstellerin Eva-Paula Pick verbunden ist die regelmäßige Teilnahme an der Veranstaltung Lautern liest. Außerdem sind unsere Fünftklässler am Welttag des Buches und des Urheberrechts regelmäßig in der Buchhandlung „Blaue Blume“ zu Gast und entdecken die dort ausgestellten Kinder- und Jugendbücher.

Autoren begegnen und ihre Bücher erleben

An unserer Schule beginnt die Leseförderung über Autorenbegegnungen gleich in der 5. Klasse. Auf die Frage „Wie kommt die Geschichte ins Buch?“ kann kaum jemand besser antworten als Lydia Hauenschild oder Harald Kiesel. Stefan Gemmel erzählt den Sechstklässlern natürlich nicht nur über seine Zusammenarbeit mit der Illustratorin seiner Fantasy-Reihe, sondern liest, spielt, und lebt Szenen aus diesen und anderen Büchern mit ihnen.

Wer glaubt, dass Achtklässler, vor allem Jungen, keine Lust mehr haben, einen Schriftsteller kennenzulernen, den straft Jens Schumacher Lügen: Dark stories bringen Schülerinnen und Schüler dazu, sehr kluge und präzise Fragen zu stellen, und eine Spielbuch-Reihe wie „Die Welt der 1000 Abenteuer“, bei der der Leser als Spieler direkten Einfluss auf den Fortgang der Handlung nehmen kann, hat auf dem Büchermarkt Seltenheitswert.

Mittel- und Oberstufenschüler, die gern, viel und gut schreiben, finden sich in den in der Regel einmal jährlich stattfindenden Schreibwerkstätten wieder, die Autoren wie Erhard Schmied, Jens Schumacher oder Manfred Theisen so gestalten, dass sich Talente wirklich entwickeln können.

Wenn „Lautern“ alle zwei Jahre „liest“, ist Eva-Paula Pick bei Groß und Klein zu Besuch und fasziniert unter anderem durch ihre Vortragskunst.

Im Frühjahr findet eine grenzüberschreitende Tournee-Lesung statt, die Schriftsteller und Schriftstellerinnen aus Belgien, Deutschland, Frankreich und Luxemburg zusammenführt und in der Oberstufe für reizvolle Einblicke in die eigene wie die nachbarliche Schreibkultur gewährt.

Kurz: Von Klasse 5 bis 13 geht es darum, Leselust zu wecken und Begeisterung für Literatur zu vermitteln.

Lautern liest – das HSG liest mit

Wenn Lautern liest, dann ist Eva-Paula Pick am HSG zu Gast. Die weit über ihre Wahlheimat Kaiserslautern bekannte Schriftstellerin ist neben Monika Rinck und Kerstin Kempker mit ihrer Reiseerzählung „Wo Hathors Kühe weiden“ für den Pfalzpreis für Literatur nominiert, dessen Preisträgerin am 20. November 2016 im Rahmen einer Gala im Großen Haus des Pfalztheaters bekanntgegeben wird. Herrn Dr. Seilers jetziger Leistungskurs Deutsch 13 konnte sich schon kurz vor den Sommerferien im Unterricht von der unbedingten Preiswürdigkeit des Werkes überzeugen. Die Fünftklässler wurden unter Frau Picks charmanter Anleitung selbst aktiv und verfassten lautverliebte Gedichte.

Ob man im Japanischen Garten immer noch junge Stimmen hören kann, die Gedichte lesen? Im Sommer 2014 hat die damalige Klasse 6e nämlich selbst Haiku geschrieben und auf CD aufgenommen. Dank Frau Sachiko Furuhata-Kersting sind die kleinen Werke umrahmt von original japanischen Haiku und im von Stefan Möhnen und Schülern der BBS II entwickelten Lyrik-o-Maten gespeichert. Eine kleine Vorstellung von einem Haiku vermittelt das folgende, das Fünftklässlern in einer Vertretungsstunde gelungen ist und eine ganz Reihe der Haiku-Regeln erfüllt wie feste Silben- und Verszahlen, den Naturbezug und manchmal auch eine lokale Anknüpfung:

Gar kein Schnee. Nirgends.
Außer hier in Queidersbach.
Alles weiß. Herrlich!

Welttag des Buches und des Urheberrechts

Wer würde nicht gern nach Barcelona reisen? Vorzugsweise am 23. April, dem Sankt-Georgs-Tag? Die Tradition, sich in Katalonien an diesem Tag Rosen und Bücher zu schenken, spricht für sich. Die Buchhandlung „Blaue Blume“ empfängt jedes Jahr um den 23. April herum unsere Fünftklässler in ihrem kleinen, sehr gemütlichen Laden und erklärt ihnen unter anderem, dass die UNESCO 1995 zum ersten Mal den „Welttag des Buches und des Urheberrechts“ ausgerufen hat und mit dem Datum – siehe oben – ins Schwarze traf: Der große spanische Schriftsteller Cervantes wie der englische Dramatiker Shakespeare sind am 23. April 1616 verstorben. „Heute bekommt ihr auch ein Buch geschenkt – wie die Katalanen.“

An diesem Tag dürfen die Kinder in ihrer Doppelstunde Deutsch nach Herzenslust schmökern. Die Kinderbuchregalwand in der Buchhandlung liest sich wie ein Who's Who renommierter Kinderbuchverlage: Arena, arsEdition, Baumhaus, Beltz, Bohem Press, Boje, Carlsen, Chicken House, Coppenrath, Dressler, Duden, cbt, Esslinger, Fischer, Gerstenberg, Gulliver, Hanser, Kerle bei Herder, Klett Kinderbuch, Kunstmann, Langenscheidt, Loewe, Magellan, NordSüd, Oetinger, Omnibus, Peter Hammer, Ravensburger, Sauerländer, Tessloff, Thienemann, Ueberreiter - ein Traum. Kommentar eines Fünftklässlers: “Ich brauch' noch ein Buch!“ Kann man verstehen – oder?