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Autor: mk
14.02.2009 14:39:00
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... Eltern, die ihre Kinder ins Internat abschieben

... Ein Schuldirektor, der täglich ödes Grundwissen prüft

... Eine Schülergruppe, die einen Mitschüler quälend mobbt

Hoffnung? Ein neuer Lehrer!

Schule heute und Schule in der Zeit von Charles Dickens – Schule in Deutschland und Schule in England in dem Musical

Smike

Pop-Musical auf der Grundlage des Romans Nicholas Nickleby von Charles Dickens

Musik: Roger Holman

Libretto: Roger Holman, Simon und Roger May

Zum Inhalt

Eine gelangweilte Klasse lümmelt sich in ihren Schulbänken und mault über ihren Schulalltag, der überwiegend aus Tests und Verhaltensregeln besteht. Ein neuer Lehrer, Mr. Nicholls, betritt die Klasse; er soll ab sofort das Fach Englisch unterrichten. Kaum der Klasse vorgestellt, muss der neue Lehrer erleben, wie dem Schüler Smeeton vom Direktor eine überdimensionierte und unsinnige Strafarbeit aufgebrummt wird. Als der neue Lehrer als Klassenlektüre „Nicholas Nickleby“ von Charles Dickens ankündigt, maulen die Schüler erneut. Daraufhin schlägt Nicholls „Projektarbeit“ vor: Nicholas Nickleby soll als Musical aufgeführt werden, Musik und Text soll von ihnen selbst geschrieben werden. Gegen diesen Plan hat der Direktor zuerst erhebliche Einwände. Als jedoch Nicholls ihm die wichtige Rolle des Schulleiters Squeers anträgt, ist der Direktor jedoch sehr bald von der erzieherischen Bedeutung des Vorhabens überzeugt.

Verwandlung

In einem schäbigen Wirtshaus im London des 19. Jahrhunderts wartet Mr. Squeers, Leiter der Privatschule Dotheboys Hall in Yorkshire, auf Eltern, die ihre Jungen aufgrund eines Inserats bei ihm anmelden wollen. Ein Mann bringt seine beiden Stiefsöhne, die er gerne für länger loswerden möchte. Solche Kunden schätzt der skrupellose und geldgierige Squeers.

Als nächstes erscheint Ralph Nickleby. Er möchte seinen Neffen Nicolas Nickleby als Lehrer an Squeers Schule unterbringen. Squeers sträubt sich gegen dieses Ansinnen, allerdings nicht sehr lange, denn Ralph setzt ihn unter Druck. Vor Jahren ist im Internat ein Junge gestorben, für den Ralph im Auftrag seiner Eltern Schulgeld bezahlt hatte. Squeers hatte den Tod des Jungen erst Jahre später gemeldet, um noch möglichst lange zu kassieren. Da Squeers diesen Vorfall nicht an die Öffentlichkeit gezerrt wissen will, willigt er ein, den jungen Nicholas Nickleby als Lehrer einzustellen.

In Dotheboys Hall stellt Mr. Squeers den Schülern ihren neuen Lehrer und die neuen Klassenkameraden vor, die er aus London mitgebracht hat. Nicholas sieht mit Entsetzen einen Haufen magerer frierender Jungen, in Lumpen gekleidet, teilnahmslos in ihren Bänken hängen. Der Junge Smike, ein Waise, für den kein Schulgeld gezahlt wird, wird wie ein Sklave gehalten und gedemütigt. Später, in der Nacht, tröstet Nickleby Smike und macht ihm Mut.

Zum Frühstück erhalten die Jungen von Mrs. Squeers ein Gemisch aus Schwefel und Sirup, das, so meint sie, den Appetit dämpft. Auf diese Weise werden Kosten für die Verpflegung der Jungen gespart. Mrs. Squeers ist erstaunt, dass ihr Mann einen Hilfslehrer eingestellt hat, und erklärt, dass sie Nickleby hasse. Ihre Tochter Fanny ist fasziniert von Nickleby. Sie sucht Nickleby unter einem Vorwand im Unterricht auf. Dort erleben wir in einer Traumszene ihre geheimen Wünsche: Nicholas erklärt ihr seine Liebe. Unvorsichtigerweise erzählt Fanny ihrer Freundin Tilda von ihrer Liebe. Tilda posaunt Fannys Wünsche öffentlich heraus. Fanny rastet aus, wirft Tilda hinaus und verwüstet in ihrer Wut das Klassenzimmer. Als sie sieht, was sie angerichtet hat, ruft sie Smike: Er soll aufräumen. Squeers kommt hinzu, verdächtigt Smike, das Chaos angerichtet zu haben und verprügelt ihn. Nun ist die Stunde von Nicholas Nickleby gekommen: er macht Squeers unmissverständlich klar, dass Quälereien, wie er sie bisher in Dotheboys Hall erlebt hat, nicht mehr vorkommen werden. Die Jungen reagieren sich an den Mitgliedern der Squeers-Familie ab, bis diese das Weite sucht.

Verwandlung

Hier springt die Handlung wieder auf die Gegenwart um. Die unzufriedenen Schüler aus der ersten Szene sind nach der Aufführung wie ausgetauscht und reden über Parallelen und Unterschiede zwischen ihrer Situation und der der Kinder in Dickens’ Erzählung. Der Direktor betritt das Klassenzimmer. Auch er hat in der Zwischenzeit den Roman gelesen und befürwortet nun eine Einstudierung und Aufführung des Musicals, denn das, was die Schüler im Schauspiel am eigenen Leib erfahren haben, ist nun in ihrem Inneren verankert.

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